Donnerstag, 14. Juni 2012

Top Ten Thursday - 10 schwarze Cover

Wieder lädt Alice im Bücherland ein zum



Nun denn.. 10 schwarze Cover sollten es diesmal sein.. Und - tadah! - ich hab sie zusammen bekommen:



Obere Reihe:

1. MISS DAISY UND DER TOTE AUF DEM EIS (1994) von Carola Dunn (eine Schande, dass die Serie mittendrin nicht weiter auf Deutsch erschien..)
2. ALMA MATER (2007) von Rita Mae Brown
3. MISS WINTERS HANG ZUM RISIKO (2007) von Kathryn Miller Haines (<-Besprechung!)
4. FRAUEN GEGEN HITLER (2001) von Martha Schad
5. WENN FRAUEN MORDEN (2008) von Stephan Harbort

Untere Reihe:

6. FRANKENSTEIN (1818) von Mary W. Shelley
7. JONATHAN STRANGE & MR. NORRELL (2004) von Susanna Clarke
8. DER GOUVANEUR (1946) von Robert Penn Warren
9. GLANZ UND ELEND DER FRAUEN (2001) von Fritz Meingast
10. DIE LEUTE AUS DEM 30ER HAUS (1976) von Artur Troppmann

Recht herzlichen Dank fürs Vorbeischauen!

Irene



Mittwoch, 13. Juni 2012

Der Zirkus kommt überraschend.

Auch das Buch des heutigen Posts ist ein Erstlingsroman.. Es handelt sich um DER NACHTZIRKUS (THE NIGHT CIRCUS) von Erin Morgenstern (2011). - Nur damit ich es gesagt habe: Ich liebe den Namen Morgenstern.. Wenn es ihn nicht geben würde, müsste man ihn erfinden, nur weil er so schön ist..

1873-1902: Die magisch begabte Celia und der ebenso begabte Marco liefern sich auf Wunsch ihres Vaters   Hector und seines Mentors Alexander eine Art magischen Wettstreit. Der Austragungsort ist der geheimnisvolle Cirque de Rêves (=Zirkus der Träume) in  dem alles vollkommen in Schwarz und Weiß gehalten ist - und der nur nachts seine Tore für das staunende Publikum öffnet.. Was beiden nicht klar ist: Nur einer von ihnen kann überleben. Schwierige Sache - besonders da sich beide haltlos ineinander verlieben..

~ Das Slowakische Cover.. - mir gefallen die Muster sehr.. ~


Um es gleich vorweg zusagen: Ich bin keine große Freundin des Zirkus im Allgemeinen (besonders aufgrund der entsetzlichen Tierdressuren und - der Clowns...) - mit diesem Zirkus aber konnte ich mich anfreunden.. Die Idee, dass alle Zelte aus denen er besteht nur in Schwarz und Weiß gestaltet sind gefiel mir sehr. Auch die Vorstellung dass die beiden Kombattanten sich einen Wettstreit liefern in dem sie Zelte erschaffen gefiel mir - ebenso wie eben der Inhalt jener Zelte: Zum Beispiel ein Eisgarten oder ein Wunschbaum mit zahllosen Kerzen.. Allerdings hielt sich die Spannung beim Lesen in Grenzen - schwierig fand ich auch, dass in der Erzählung immerzu in der Zeit gesprungen wird - mal ist es 1902, dann wieder 1901 - oder gar 1891 etc. Das Buch erfordert damit schon einiges an Konzentration.. - Ein ganz klein bisschen enttäuschend fand ich, dass man von historischen Hintergrund gar nichts mitbekam - die Geschichte hätte genauso gut letztes Jahr spielen können - Diese zeitlose Erzählweise kann aber ja auch wieder ein Vorteil sein - nur macht dann die Nennung von Daten doch vielleicht nicht so viel Sinn.. Ich bin nun mal nostalgische veranlagt.. 

~ Eines der Niederländischen Cover..
- sieht fast so aus als hätte Magritte seinen Pinsel im Spiel gehabt.. ~

Am Schlimmsten war aber, dass ich irgendwann das Gefühl hatte auf der Stelle zutreten - als würde das Buch beim Lesen dicker werden.. Allerdings war das auch schon wieder magisch - und somit passend zur Geschichte - nicht wahr? Und um ganz, ganz ehrlich zu sein: Manchmal habe ich das Gefühl das die Übersetzung viel kaputt macht.. Ich will damit keinen Übersetzer angreifen - nur denke ich das manche Bücher im Original einfach besser funktionieren..

~ eines der Originalcover - sehr hübsch, wie ich finde.. ~

Insgesamt würde ich sagen: Ein ganz netter Jugendroman - aber mehr als einmal werde ich ihn wohl kaum lesen.. - obwohl ich nach Schließen des Buches das Gefühl hatte schon wieder alles zu vergessen was darin stand.. 
Vielleicht legt ja Erin Morgenstern noch einen schönen Roman nach? Ganz abgeschreckt bin ich trotz meines Gemaules nämlich durchaus nicht.. Und dieses Gesicht würde ich gerne öfter sehen:

~ Ist diese Autorin nicht einfach bezaubernd?? ~ 

  • Sex-Appeal: Es gibt circa. eine Sex-Szene - und die ist ziemlich kitschig: "Der gesamte Raum zittert, als sie sich vereinen." ... Wer's mag..
  • Für Nichtleser: Eine Verfilmung ist in Vorbereitung - und ich denke, dass alle erzählerischen Schwächen im Film absolut nichts ausmachen werden. Dementsprechend freue ich mich schon schrecklich darauf ihn im Kino zu sehen - besonders da ich mir gerade die kleinen magischen Geschichten sehr schön auf der Leinwand vorstellen kann.. Derzeit könnte ein Hörbuch mit 11 CDs gesprochen von Matthias Brandt (yay dafür..) als Alternative dienen..
  • Woher nehmen: Unter ISBN 978-3-550-08874-2 ist der Roman im Handel erhältlich - derzeit gibt es nur die gebundene Ausgabe - aber ich schätze spätestens zum Filmstart überfluten uns die Verlage mit "Büchern zum Film"..

Danke fürs Lesen!

Irene


Donnerstag, 7. Juni 2012

Top Ten Thursday - 10 weiße Cover

Und ein neuer Donnerstag an dem Alice im Bücherland einlädt zum 


diesmal heißt das Thema: zehn weiße Buchcover.. 

Na - und hier haben wir mein schnell zusammen gepflücktes Ergebnis..


Obere Reihe:

1. WENN DIE MONDBLUMEN BLÜHEN (1962) von Jetta Carleton  (<-Link zur Besprechung)
2. MY LIFE SO FAR (2005) von Jane Fonda
3. VON MORGENS BIS ABENDS : EIN TASCHENBUCH FÜR JUNGE MÄDCHEN (1953) von Rosemarie Schittenhelm
4. ELÉGANCE (2003) von Kathleen Tessaro
5. MENSCHEN IM HOTEL (1929) von Vicki Baum (<-Link zur Besprechung)

Untere Reihe:

6. ICH (1991) von Katharine Hepburn
7. DAS ENTSCHWUNDENE LAND (1977) von Astrid Lindgren
8. DIE FRAUEN VON SAVANNAH (2010) von Beth Hoffman (<- Link zur Besprechung)
9. CRAZY NEW YORK : DIE FRAUEN VON HARLEM UND GREENWICH VILLAGE (2001) von Andrea Barnet (<-Link zur Besprechung)
10. DER KLEINE MANN UND DIE KLEINE MISS (1967) von Erich Kästner

Tja.. sind mal wieder ein paar alte Schätzchen dabei.. 

Danke für's Vorbeischauen!

Irene 

Sonntag, 3. Juni 2012

Mae Mobley ist im August 1960 geboren, an einem Sonntag in der Früh.


Wieder mal ein Erstlingsroman und wieder mal spielt er in den Südstaaten der USA: GUTE GEISTER (THE HELP) von Kathryn Stockett (2009).

1962 in Jackson, Mississippi. Skeeter weiß mit 22 Jahren genau, dass sie - groß und mit widerspenstigen Haaren - nicht gerade dem gängigen Schönheitsideal entspricht.. Schreiben will sie - und in New York leben  – auch wenn im Allgemeinen die Frauen (wie auch ihre Freundinnen) eher die Laufbahn der Ehefrau und Mutter einschlagen. Aber sie wird schreiben: Die wahren Geschichten der schwarzen Haushaltshilfen der Stadt, die zwar die Kinder erziehen und die Familien bekochen und hinter ihnen herräumen – sonst aber möglichst unsichtbar bleiben sollen – und idealer Weise sollten sie auch eine eigene Toilette bekommen. Schließlich tragen Schwarze ja ungeahnte schlimme, schlimme, schli-hii-hiiii-himme Krankheiten mit sich herum.. (wirklich unvorstellbar schlimme.. ...) 

Zwei dieser Hausmädchen sind Aibileen, deren Sohn früh verstarb und die mittlerweile das siebzehnte weiße Kind großzieht (Mae Mobley heißt die Süße..) – und Minnie, deren aufbrausender Charakter sie gerade wieder eine Stelle gekostet hat. Sämtliche Interviews müssen natürlich geheim bleiben – genau wie die Identitäten der Mitwirkenden: Die Stimmung kocht – und gegen die ungeschriebenen Gesetze des vorherrschenden Rassismus zu rebellieren könnte die Frauen mehr kosten als nur ihren Ruf.

~ Cover der Originalausgabe ~

Ein wunderbar leicht zu lesendes Buch – bis zum Rand gefüllt mit althergebrachten Klischees zwar – aber auf jeden Fall eine sehr nette und entspannte Art und Weise sich mit der Realität der Frauen Anfang der 1960er Jahre zu beschäftigen – mal ganz unabhängig von der Rassismusthematik, die natürlich besonders wichtig ist. 
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Aibileen, Skeeter und Minnie – was dem ganzen noch einen besonderen Reiz gibt.

~ Cover der deutschen Taschenbuch-Ausgabe ~

Der Roman ist sowohl spannend als auch sehr witzig. Teilweise ist er sehr vorhersehbar – und daher perfekt für einen Sommer am Strand/auf dem Balkon/ im Park/ auf der Couch.. Er ist bevölkert von liebenswerten, klischee-igen Charakteren auch mit dunklen Seiten – obwohl gerade die „Bösewichtin“  mir dann doch etwas zu platt daher kam.. 

~ Das Italienische Cover ~


Besonders gut konnte ich mich übrigens mit Celia identifizieren – verunsichert, vollbusig, stilmäßig ein wenig daneben – und garantiert vollkommen ahnungslos was ungeschriebene Regeln angeht.. … Auch wenn ich es ein wenig sehr anspruchslos fand – ich werde das Buch mal wieder lesen – und gerade am Ende gefiel mir besonders, dass es nicht zu kitschig wurde.


  • Konfliktpotential und Sex-Appeal:  Frauenbild der frühen 1960er, Rassismus und intrigante Highsociety-Damen – Gründe zum Ärgern gibt es definitiv.. Was den Sex angeht – er hält sich in Grenzen – und auch wenn ein Penis hier den Sonnenschein sehen darf – viel Aktion passiert damit nun nicht.. Was die „Schokoladentorten-Episode“ angeht – ich verstehe warum Ms. Stockett sie für nötig hielt – allerdings wäre mir eine elegantere und weniger alberne Lösung lieber gewesen.

  • Für Nichtleser:  Neben dem Hörbuch, das die gekürzte Version enthält, gibt es natürlich den Film, der seltsamer Weise dann den Originaltitel behalten durfte.. Mittlerweile ist er sogar auf DVD erhältlich – natürlich ist hier die Geschichte etwas verändert – aber trotzdem noch nah am Buch und wirklich empfehlenswert. Hier schnell der Trailer:




  • Woher nehmen? Unter ISBN 978-3-442-75240-9 erhaltet Ihr die gebundene Version. Wer Taschenbücher bevorzugt muss sich bis September gedulden - dann sollte es aber unter ISBN 978-3-442-74508-1 erhältlich sein.

Herzlichen Dank fürs Lesen!


Irene 


     

Samstag, 2. Juni 2012

"Fanny war mit einem Mr. Skeffington verheiratet gewesen...


...und hatte sich aus Gründen, die sie für zwingend hielt, von ihm scheiden lassen."

Es gibt AutorInnen, deren Bücher ich wirklich mit unwahrscheinlichem Vergnügen wieder und wieder lese und die Autorin und das Buch, die ich heute hier vorstelle, gehören mit Sicherheit dazu: DIE SIEBEN SPIEGEL DER LADY FRANCES (MR. SKEFFINGTON) von Elizabeth von Arnim (1939).

Lady Frances – genannt Fanny – Skeffington wird in wenigen Tagen 50 Jahre alt (- am 12. März um mal genau zu sein..). Nach langwieriger Krankheit ist nur noch wenig von ihrer einstigen Schönheit übrig, für die sie einstmals berühmt war. Ganz London (in erster Linie natürlich der männliche Teil..) lag ihr zu Füßen. Damit ist es jetzt vorbei – und um es noch schlimmer zu machen: Ständig sieht Fanny ihren Exmann Hiob Skeffington vor sich, der sie vor 20 Jahren – nach dem sie sich von ihm scheiden ließ – mit einem stattlichen Vermögen versorgte. Als sie einen Arzt aufsucht, rät dieser ihr Skeffington „zu stellen“ – d. h. ihn zum Essen zu treffen. Vollkommen indiskutabel für Fanny versteht sich, schließlich kennt Hiob sie nur als blühende Schönheit – ebenso wie andere ehemalige Verehrer, die sie in den nächsten Tagen treffen wird. Allerdings ist die Zeit auch an den flotten Hirschen der Londoner High Society nicht spurlos vorrübergegangen..

~ interessanter Weise beschäftigt sich der deutsche Titel mit der Hauptfigur
- während das Original einen anderen Schwerpunkt legt.. ~

Da ich dummerweise auch nicht jünger werde (– und irgendwie hatte ich mir ja erhofft, dass das Alter mich übersieht..), konnte ich mich sehr, sehr gut mit Fanny identifizieren – obgleich ich vom halben Jahrhundert noch ein gutes Stück entfernt bin.. Allerdings ist über 18 nun mal über 18.. Und wenn man, d.h. frau, beim Kauf einer Flasche Rum für einen netten Cocktailabend nicht mehr nach dem Ausweis gefragt wird, dann wird’s ernst – mal abgesehen davon, dass frau schon mal ins Grübeln kommen kann, wenn „nette Cocktailabende“  daheim stattfinden..  Also: mit Fanny’s Sorge einer Singlefrau, deren Attraktivität nachlässt (du liebe Zeit! Was ist mit meiner?? Wo ist mein Spiegel???) konnte ich gut mitfühlen – und wenn man lange genug Single ist, dann hat man ab und an auch mal Sehnsucht danach jemanden zum Anlehnen zu haben - im schlimmsten Fall hat man das auch, wenn man gerade in einer Beziehung steckt..

~ meine Ausgabe ist von 1958 und Elizabeth von Arnim heißt hier Elizabeth Russell. 1916 heiratete sie den  Britischen Politiker Frank Russell - und trotz Trennung blieb sie mit ihm bis zu seinem Tod 1931 verheiratet.

Was mich zu einer begeisterten Leserin von Elizabeth von Arnim macht ist ihr wunderbar ironischer Schreibstil. Hier kriegen alle ihr Fett weg und dass auf charmante Weise – ist doch auch mal schön, nicht?

Ich gebe ja zu dass mich das Thema Altern und Verlust der Schönheit sehr fasziniert - die Welt der Literatur und des Films (der Kunst überhaupt) ist ja voll von entsprechenden Charakteren - Ihr könnt Euch also auf die eine oder andere Besprechung zum Thema gefasst machen.. 

~ Elizabeth von Arnim (1866-1945). Ihr richtiger Name war Mary Annette Beauchamp.
Erst veröffentlichte sie anonym - später auch als Elizabeth - ein Name, den sie auch gerne privat verwendete..  ~

Auch ganz großartig: Das Ende! Obwohl man weiß, was passieren wird, bringt einen die Spannung fast um. Das Buch ist einfach wunderbar – und sollte zur Pflichtlektüre für all uns alternden Jungfern werden.. Na ja.. Ich bin wirklich schwer begeistert.. ..und werde diesen Roman sicher noch das eine oder andere Mal lesen.. 

~ Bette Davis als Mrs. Skeffington und Walter Abel begrüßen Gäste in einer Filmszene.. ~

  • Für Nicht-Leser: Das Buch wurde 1945 mit Bette Davis in der Hauptrolle verfilmt  und das auch ganz wunderbar! Außerdem auch mit einem meiner liebsten Schauspieler Claude Rains als Mr. Skeffington - und dann ist da noch Walter Abel.. ach, na ja..
    Der Film heißt auf Deutsch dann übrigens DAS LEBEN DER MRS. SKEFFINGTON.. Die Geschichte ist dort ein wenig anders aufgezogen – es gibt Änderungen in allen möglichen Arten: Im Film hat Fanny eine Tochter – im Buch nicht. Im Film lebt sie in New York – im Buch in London. Die wichtigste Änderung: Im Film erscheint Fanny um einiges zickiger als im Buch – im Roman ist sie das reinste Seelchen. Sie ist dort wirklich ausgesprochen liebenswert..   Auch wenn Ihr gerne lest: Bitte, bitte schaut auch den Film! - der Schluss des Romans hat‘s übrigens in den Film geschafft! 

~ Claude Rains und Bette Davis.. Du liebe Zeit.. Ich LIEBE diesen Film!! ~

  • Risiken und Nebenwirkungen? - Tja.. Haltet besser einen Topf Feuchtigkeitscreme bereit.. Aber im Großen und Ganzen hilft das Buch ungemein wenn man sich mal alt und unattraktiv fühlen sollte.. (- und diese Phasen habe ich so ungefähr seit meinem 15. Lebensjahr..) 

  • Woher nehmen:  Derzeit ist das Buch leider nur gebraucht erhältlich – es sei denn Ihr versucht Euch an der Englischen Ausgabe..


Danke für's Lesen!

Irene

Donnerstag, 31. Mai 2012

Top Ten Thursday - 10 blaue Cover

Zum zweiten Mal bin ich jetzt dabei - bei den Top Ten Thursdays die Alice im Bücherland veranstaltet..



Diesmal war das Thema blaue Buchcover.. Und hier ist auch schon mein Beitrag.. (das Allerschwerste war diesmal die Katze AUS dem Bild zu bekommen..)




Hier sind die Titel noch mal aufgelistet:

Obere Reihe:

1. LEBEN UND ANSICHTEN VON MAF DEM HUND UND SEINER FREUNDIN MARILYN MONROE von Andrew O'Hagan (2011)

2. LADY HELENAS GEHEIMNIS von Elizabeth Edmondson (2004) (<-Link zur Besprechung!)

3. DER HAI von Michael Capuzzo (2001)   (<-Link zur Besprechung!)

4. KLEINER MANN - WAS NUN? von Hans Fallada (1932)

5. EIN YANKEE AUS CONNECTICUT AN KÖNIG ARTUS' HOF von Mark Twain (1889) (<-Link zur Besprechung!)


Untere Reihe:

6. STURMKINDER von Marita Conlon-McKenna (Sammelband der Famine-Trilogie; 1990-1997)

7. WAS FRAUEN WISSEN SOLLTEN von Lilo Aureden (1958) (<-Link zur Besprechung!)

8. ICH AN DICH von Dinah Nelken (1936)

9. WIE HIMMEL UND HÖLLE von Rebecca Wells (1992)

10. BENCHLEY LOST AND FOUND von Robert Benchley (1970)



Danke fürs Vorbeischauen!

Irene


Mittwoch, 30. Mai 2012

"Die Insekten waren die ersten die zu mir kamen; ...


... am Morgen, nachdem meine Eltern mich aus dem Krankenhaus nach Hause brachten, mussten sie tote Ameisen aus meinem Tragekörbchen entfernen."

MERIDIAN : DUNKLE UMARMUNG (MERIDIAN) von Amber Kizer (2009) ist wieder ein Ausflug in die Fantasy/Junge Erwachsenen-Literatur.

Meridian erfährt an ihrem 16. Geburtstag, dass es kein Zufall ist, dass seit ihrer frühesten Kindheit kleine Tiere ihre Nähe suchen um dort zu sterben. Tatsächlich ist sie eine Fenestra, eine Mischung aus Engel und menschlicher DNA und einer Art Tor oder Fenster für Seelen, die auf diesem Weg aus dem irdischen Dasein schwinden – und mit Meridians 16. Geburtstag wird dieser Weg sich auch für Menschen öffnen. Ohne Vorbereitung kann das für Meridian tödlich enden. Um vorbereitet zu werden, wird sie zu ihrer Großtante Merry geschickt, die ebenfalls eine Fenestra ist. 
Ein weiterer Grund um sie von ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder zu trennen: die Acternocti - eine Art dunkle Version der Fenestrae, die die sterbenden Seelen auf die „dunkle Seite“ bringen – können eine unausgebildete Fenestra zu einer der ihren machen und nehmen dabei eher keine Rücksicht auf deren Familie… 
Dass Großtante Merry immer in der Nähe ist, wenn jemand das Zeitliche segnet und ein kleines Mädchen in Meridians Armen stirbt, bringt auch religiöse Eiferer auf den Plan – die eine Art Hexenverfolgung ausrufen. Alles nicht so einfach – ganz besonders da Großtante Merrys Lebenszeit sich dem Ende zuneigt und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt um Meridian auszubilden.
Zum Glück hat Meridian Unterstützung durch den unwirschen Tens und dessen zahmer Wölfin Custos.

~ Das Cover der Originalausgabe ist auch ganz nett.. ~

Dieses Buch ist der erste Teil einer Serie – keine Sorge, es lässt sich als abgeschlossene Handlung lesen. Der nächste Teil MERIDIAN – FLÜSTERNDE SEELEN wird ist auch bereits erschienen. Allerdings (ja, mal wieder allerdings..) muss ich sagen, dass ich nicht darauf brenne das zweite Buch so schnell wie möglich in die Finger zu bekommen.. Ich hatte mir einfach mehr erhofft. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass hier noch eine Menge Möglichkeiten brachliegen (was z.T. auch daran liegen kann, dass Amber Kizer das Ganze als Serie konzipierte..) und konnte einfach keine richtige Verbindung zum Buch aufbauen, mich nicht vollständig in der Handlung oder in den Charakteren verlieren – für mich blieb es durchgehend steril. Ob ich dem Ganzen nun weiter folge, werde ich einfach mal abwarten – das hat ja bei mir schon manches Mal einen Meinungswechsel gebracht…

Das Cover gefiel mir gut – und da ich da wohl nicht die einzige bin, wird das Coverfoto schon länger für diverse Covers gebucht - mich erinnert das Mädel ja ein bisschen an Penélope Cruz..:

Nicht ganz so hübsch gestaltet hier:


SIE HABEN MICH VERKAUFT (MUMMY, COME HOME
von Oxana Kalemi 
- und: nein - ich weiß auch nicht warum's anders auf dem Cover steht.. 

Aber wieder sehr schön hier:


AUF EWIG UND EINEN TAG (PIECES OF MY SISTER’S LIFE
von Elizabeth Joy Arnold



Und auch das türkische Cover mag ich irgendwie.. obwohl "Penélope" fehlt.. 



  • Woher nehmen? Unter ISBN 978-3-426-28301-1 ist die deutsche Ausgabe von MERIDIAN : DUNKLE UMARMUNG im Handel erhätlich.


Danke fürs Lesen - und viel Freude weiterhin daran!! 

Irene